English
Norman Maýn, Conceptual, Visual and Media Artist lives and works in Germany and Spain, between Berlin, Lusatia, and Andalusia. He studied at Berlin University of the Arts (UdK) in the Class for Moving Image and Media Art with Anna Anders and Manja Ebert, graduating with honors. Further more, he studied in Legal Philosophy, Legal History and Behavioral Biology at Humboldt University and other institutes. His work focuses on the fragile relationship between humans, non-human animals, nature, and their cultural manifestations in our postmodern world, isolation, violence, exclusion and death. His first comprehensive work group GHOSTS, was created between all mentioned areas and attracted attention even during graduation – a large-scale installation oscillating between art and documentation, about violence the systematic mass killing of Spanish greyhounds in Andalusia and the Canary Islands. He participated in numerous exhibitions during his studies, his first solo exhibition, Fieldnotes, at the Berlin Galerie Met, followed immediately after graduation in 2024. Norman Maýn primarily works in complex, conceptual groups of works.
In addition to his artistic work, he has researches in the fields of art and ritual, as well as manifestation of (male) violence against non-human animals, particularly in academic essays on machismo on the Iberian Peninsula. Maýn's working method is characterized by combinations of unusual artistic practices and areas, such as collaborations with institutions, researchers, and companies, to enable intense experiences, for example, through microorganisms, plants, scent molecules, light, or sound. In his installations, he explores intense moments between viewer and viewed, contrasting assumed roles of living beings and environmental systems. His artistic position is characterized by intimate yet direct scenarios that use space as an instrument of diffuse confrontation, so that essential meanings and interpretations are fleeting and time-based. His work is grounded in intensive research and binary narratives. Maýn is known for courageous, unsparing responses to uncompromising questions of our time.
Deutsch
Norman Maýn, bildender Künstler und Mediendesigner, lebt und arbeitet in Deutschland und Spanien zwischen Berlin, der Lausitz und Andalusien. Er studierte an der Universität der Künste Berlin (UdK) unter anderem in der Klasse für Bewegtbild und Medienkunst bei Anna Anders und Manja Ebert, wo er mit Auszeichnung abschloss. Darüberhinaus studierte er frei Rechtswissenschaft in den Bereichen Rechtsphilosophie und Rechtsgeschichte sowie Verhaltensbiologie an der Humboldt–Universität und verschiedenen Instituten. Schwerpunkt seiner Arbeit sind das Mensch-Tier-/ sowie Mensch-Natur-Verhältnis und deren kulturelle Ausprägung in unserer postmodernen Welt, Isolation, Gewaltdynamiken, Ausgrenzung und Tod. Zwischen genannten Bereichen entstand auch sein erstes umfassendes Werk GHOSTS, das bereits während seines Abschlusses Aufmerksamkeit erregte – eine zwischen Kunst und Dokumentation changierende, raumgreifende Installation über Gewalt und systematische Massentötung spanischer Windhunde in Andalusien und auf den Kanarischen Inseln. Kontinuierliche Ausstellungsbeteiligungen erfolgten bereits während des Studiums und die erste Einzelausstellung Fieldnotes in der Berliner Galerie Met schloss unmittelbar nach der Graduation in 2024 an. Norman Maýn arbeitet überwiegend in komplexen, konzeptuellen Werkgruppen.
Neben der praktischen, künstlerischen Arbeit forscht er in den Bereichen Kunst und Ritual sowie Erscheinung (männlicher) Gewalt gegenüber nichtmenschlichen Tieren, spezieller auch wissenschaftlich-essayistisch zum Machismo auf der Iberischen Halbinsel. Maýns Arbeitsweise zeichnet sich durch Verknüpfung ungewöhnlicher künstlerischer Praktiken und Bereiche aus, wie Zusammenarbeit mit Institutionen, Forscher*innen, und Unternehmen, um intensive Erfahrungen zu ermöglichen, etwa durch Mikroorganismen, Pflanzen, Duftmoleküle, Licht oder Klang. In seinen Installationen untersucht er intensive Momente zwischen Betrachtenden sowie Betrachtetem und kontrastiert vermeintliche Rollen von Lebewesen und Umweltsystemen. Seine künstlerische Position ist geprägt von intimen, aber direkten Szenerien, die den Raum als Instrument der diffusen Konfrontation nutzen, sodass wesentliche Bedeutungen und Interpretationen flüchtig und zeitbasiert sind. Seine Arbeit gründet auf intensiver Recherche und binären Narrativen. Maýn ist bekannt für mutige, schonungslose Antworten auf kritische, kompromisslose Fragen unserer Zeit.